„DU“, willst ein glückliches Leben? Na dann entscheide dich doch….

Persönlichkeitsentwicklung sowie die Ausbildung eines Bewusstseins ist kein „Ego“ Trip, der gerade in Mode ist oder dem man sich mal zuwendet, um seine vielen Probleme los zu werden. Nein, so funktioniert das nicht. Es ist nicht mal so kurz gemacht und leicht ist der Weg erst recht nicht. Warum aber solltest du all den Schmerz, all die Mühe und all die Zeit investieren….für was?

Es ist ganz einfach, für „Dich“, wenn du ein erfülltes und glückliches Leben leben möchtest. Spätestens aber wenn Kinder in euer Leben kommen, wäre es aller höchste Zeit euch damit zu beschäftigen. Denn Kinder wachsen nicht in der Welt auf die wir sehen sondern sie wachsen in den Urteilen auf, wie wir uns, unseren Mitmenschen und dem Planeten gegenüber begegnen.

Also ich versuche es euch anhand eines Beispiels zu erklären:

„Eine alte Frau steht mit ihrem Rollator an einer stark befahrenen Straße und beobachtet den Verkehr. Da kommt ein junger dynamischer Mann und denkt sich „oh weh, wie soll diese alte Dame es schaffen ohne Hilfe die Straße zu überqueren. Sie braucht bestimmt meine Hilfe“ also geht er zu ihr, sagt „Moment ich helfe Ihnen“, hakt sich bei der alten Dame ein und führt sie vorsichtig über die Straße. Die alte Dame ist so perplex, dass sie gar nicht mehr im Stande ist zu reagieren. Auf der anderen Seite angekommen, keift sie den Mann an, „ jetzt lassen sie mich doch endlich los!“. Dieser ist ganz entsetzt, versteht nicht was er falsch gemacht hat und läuft kopfschüttelnd davon.

So und nun haben wir drei Passanten die diese Szene beobachtet haben. Plus die alte Dame und den jungen Mann und was glaubt ihr wie viele Geschichten würden wir von genau dieser einen Szene bekommen? Genau, es wären fünf. Fünf unterschiedliche Beschreibungen dieser einen Szene und wisst ihr warum? Weil die ganze Welt, alle Urteile, all unser Denken, unsere Gefühle und unsere darauffolgenden Verhaltensweisen bei uns in unserem Kopf entstehen.

Es gibt niemanden der von außen in unseren Kopf hineingreifen und ein bestimmtes Gefühl „einschalten“ kann, wenn du es ihm nicht erlaubst. Nur du alleine entscheidest darüber was mich verletzt und was nicht. Wer mich sozusagen beleidigt und warum? Was war der Grund? Weshalb hat er oder sie das getan? Hast du schon jemals diesen Menschen darauf angesprochen? Oder war es gar nicht der Mensch sondern ein Erlebnis von damals, das durch das Verhalten dieses Menschen ausgelöst wurde?

Wisst ihr warum die alte Frau sauer wurde? Weil sie sich einige Minuten davor mit viel Mut und Kraft genau über diese Straße gekämpft hatte und sich einfach nur auf der anderen Seite ausruhen wollte, als plötzlich der Mann erschien, der sie so überrumpelt hatte, dass sie gar nichts sagen konnte außer darauf mürrisch zu reagieren.

Ja wir meinen es gut aber wir sind unachtsam, sehr unachtsam. Wir fragen nicht, was könnte ich dir gutes tun? Was bräuchtest du damit du dich wohl fühlst? Wir glauben zu wissen was der Andere braucht und sind dann enttäuscht wenn dieser nicht so reagiert wie wir es uns erhofft und erwartet haben.

Aber was ist das was uns enttäuscht? Was ist da in uns, dass uns das Leben so schwer macht? Warum ist das aushalten von negativen Gefühlen für uns fast unmöglich, weshalb wir sie mit Ratschlägen weg reden oder klein reden möchten? „ ist ja nicht so schlimm, geht schon wieder vorbei, du musst nur daran glauben, irgendwann musst du doch mal wieder dein Leben in die Hand nehmen, stell dich doch nicht so an, jetzt reiß dich mal zusammen, immer dieses Gejammer….“ warum dürfen wir nicht jammern? Weil es uns verboten wurde? Weil wir es nicht aushalten? Wenn du mit deinem Kind einen Konflikt hast, welche Gefühle fühlst du? Die deines Kindes, fühlst du seine Wut, seine Ohnmacht, Hilflosigkeit und Trauer, weil du als Erwachsener am längeren Hebel sitzt und du über es entscheidest oder ist es DEINE WUT? Also um was geht es dann wirklich? JA um DICH, es geht nur um dich 🥳 es sind deine Gefühle die von deinem Kind in dir ausgelöst werden und um die du dich kümmern musst. Ansonsten übergibst du die Verantwortung dafür deinem wundervollen, über alles liebenden kleinen Kindes.

Es sind unsere Prägungen, unsere Denk und Fühlstrukturen, unsere Glaubenssätze, unsere Bindung die wir von unseren Eltern gelernt haben, unsere übernommenen Werte und Normen usw. Nicht die anderen Menschen haben uns verletzt weshalb wir nun misstrauisch sein sollten oder niemanden mehr vertrauen schenken können. Es sind die vielen Erlebnisse von damals die immer wieder in uns wach gerufen werden.

Ja es ist so, wir laufen ständig mit Glaubenssätzen im Kopf von unseren Großeltern herum, die vielleicht nach dem Krieg von nutzen waren aber heute mehr schadet als nutzt. Weil wir Ängste in uns fühlen die aus unserer Vergangenheit stammen und nichts mit deinem Kind zu tun haben. Weil wir aufgrund der vielen Trigger die Welt zu einem Kriegsschauplatz machen und immer mehr verletzten und verwunden.

Auch wenn du es vielleicht nicht glaubst. Du gibst all das an dein Kind weiter. Immer dann wenn du von ihm erwartest es sollte funktionieren, es sollte sich benehmen, es sollte den Kuss von Oma und Opa akzeptieren, weil es wichtiger ist was sie fühlen anstatt den Gefühlen deines Kindes, dann wenn du es anschreist, weil du überfordert bist oder es etwas „ falsch gemacht hat“. Dann wenn es einen anderen Weg einschlägt wie den, den du für es vorgesehen hast und es versuchst zu überreden ( das ist nicht nur grenzüberschreitend sondern auch sehr verletzend), dann wenn du es schimpfst oder verachtest, weil es seinem kleinen Bruder/Schwester weh getan hat und du es nicht nachvollziehen kannst. Dann wenn du es auslachst oder dich darüber amüsierst, dann wenn du deine Wünsche über seine stellst, es nicht ernst nimmst und respektierst. Das sind ein paar Beispiele die mir gerade eingefallen sind.

Und ja ich mache unglaublich viele Fehler, mehrmals am Tag, weil auch ich meine Geschichte und meinen Rucksack habe, den ich mit mir herumschleppen darf aber dafür entschuldige ich mich bei meinen Kindern, immer. Dennoch hat sich in den letzten Jahren extrem viel getan, seid ich mich damit auseinander setze.

Unsere Kinder haben es verdient, dass wir für uns endlich die „Verantwortung übernehmen, für unsere Gefühle, Gedanken und Verhaltensweisen.“ Nicht weil wir sie verletzten wollen, sondern weil wir uns einfach unbewusst durch diese Welt bewegen und dagegen können wir etwas tun.

Da ihr ganz alleine für eure Gefühle verantwortlich seid, denn wie es bereits in der GFK steht. Deine Gedanken erzeugen deine Gefühle und es liegt in deiner Macht für welchen Weg du dich entscheiden willst.

Für den Weg des Funktionierens der dir bestimmt auch ein paar glückliche Momente schenkt oder aber der Weg hin zu dir, zu deinem Kind und zu deinem Leben, welches du bewusst kreieren und gestalten kannst.

2 Kommentare zu „„DU“, willst ein glückliches Leben? Na dann entscheide dich doch….

  1. Liebste Sovely,
    Danke für deine lieben Worte. Sie haben mich sehr gefreut. Ich liebe es diese Texte zu schreiben und es freut mich umso mehr, wenn ich höre, dass sie euch gefallen und ihr damit etwas anfangen könnt.
    Ich grüße dich ganz lieb
    Isi

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