Unser Leben und die Schauspielerei

Bist du gnadenlos ehrlich zu dir selbst? Das heißt du kennst dich in und auswendig? Du weißt wer du bist und was du brauchst damit es dir gut geht? Du kannst für dich alleine glücklich sein? Dir ist bewusst, dass das Leben ein Geschenk ist und du mit deinem Denken, Fühlen und Handeln die Welt zu einem friedlicheren Ort machen kannst? Du weißt, dass niemand für deinen derzeitigen Gefühlszustand verantwortlich ist außer du selbst? Du kannst dich auch in schlimmen Momenten selbst halten und dir den Schutz geben den du oder dein inneres Kind brauchen?

Wir wollen so unglaublich viel. Kaum haben wir das eine geschafft ist bereits das nächste Problem in Sichtweite. Wir haben keine Zeit uns auszuruhen und hetzen wie die Wilden von einer Baustelle zur nächsten. Anstatt damit aufzuhören. Dich hinzusetzen, ruhig zu werden und dir selbst einmal genau zuzuhören. Sind wir wundervolle Schauspieler in unserem eigenen Leben? Aber was sagt die Stimme in mir. Was WILL ich WIRKLICH? Was brauche ich wirklich für ein glückliches Leben und was sind nur Scheinbedürfnisse oder Ersatzbefriedigungen wie Essen, Handy, Medien, Yoga um uns ja nicht mit den Gefühlen beschäftigen zu müssen die sich da einen Weg an die Oberfläche bahnen wollen.

Wir haben gelernt wer erfolgreich sein will, muss sich verdammt nochmal zusammen reißen und auch Leiden. Ein klares Ziel vor Augen haben und alles aus dem Weg räumen, damit man dieses auch erreichen kann. Aber was ist der Antrieb der erfolgreichen Managern. Wieso ackern sie so lange bis sie zusammen brechen? Was ist der Sinn des Helfersyndroms? Der mehr gibt als er bekommt damit er und das haben beide gemeinsam „gebraucht, gesehen, anerkannt und geliebt“ werden. Ich muss, ich darf nicht, ich soll nicht anstatt ich möchte und will gerne…..

Die aller meisten Menschen sind fremd gesteuert um Erfolg zu haben. „Gut gemacht, wow, super, ach was würden wir nur ohne dich tun? Grandios. Du bist schon ein ganz besonderer Mitarbeiter“ wow das freut das Herz des kleinen Jungen oder des kleinen Mädchens oder „was würden wir nur ohne dich tun, du hilfst mir so sehr, vielen Dank dass es dich gibt, ohne dich würden wir das alles nicht schaffen.“ ich sage es mal überspitzt. Helfen tut gut und es liegt in unserer Natur zu helfen aber nicht sich aufzuopfern und alles dafür zu tun um endlich diese Sätze hören zu können. Was passiert wenn sie weg fallen oder aus bleiben. Was löst das in dir aus? Wer bist du dann? Für wen oder was brauchst du diese Anerkennung? Oder aber die Angst die uns voran treibt weil es sonst sein könnte, dass wir jemanden verärgern oder den Job verlieren wenn wir uns nicht exakt an die Dienstvorschriften halten.

Oh wir funktionieren einfach perfekt. Von morgens bis abends und wir arbeiten doch so unglaublich gern nur für was? Was haben wir davon? Was macht dich glücklich? Wieso gehst du jeden Tag auf Arbeit? oh ja um in den Urlaub fliegen zu können. Wie sich alle aufregen, weil das wegen Corona mal nicht geht. Mist oder? Also wirklich, da ackert man so hart. Das ganze Jahr und darf nicht mal richtig in den Sommerurlaub fliegen. Merkt ihr wie absolut absurd das alles ist. Wir schieben unser Leben für ein paar schöne Momente zusammen um in diesen uns entspannen zu können und glücklich zu sein und der Rest? Was Bitteschön ist mit dem? Freust du dich darauf abends deine Familie zu sehen, liebster Mann? Deine Frau zu umarmen, mit deinen Kindern zu spielen oder bist du erledigt? Ausgebrannt? Fix und alle und willst nur noch deine Ruhe? Das ist also dein Leben? Und weil du Eltern hattest die unglücklich, überlastet und unzufrieden waren denkst du du hast den frei Fahrschein nun das selbe mit deinen Kids hier abziehen zu müssen? Wieso habt ihr sie dann? Warum habt ihr unbedingt Kinder haben wollen wenn ihr eigentlich wahrhaftig nichts mit ihnen anfangen könnt? Weil man es halt so macht? Weil es eine romantische Vorstellung war?

Ich weiß das nicht und kann euch die Fragen nicht beantworten. Ich weiß nur eines. Meine Prioritäten habe ich gesetzt und zwar für das einzig richtige was für mich das Leben aus macht und das ist die Lebendigkeit. Meine Energie fließt einzig und alleine in das was mich überdauern wird und das sind meine Kinder sowie das Bewusstsein was für eine Macht ich als (Mutter/Vater und als Paar) auf meine Kinder habe. Dass ich ihr Vorbild bin für ein gelungenes und glückliches Leben und sie an mir wahrnehmen, dass ich unheimlich gerne lebe, weiß dass ich fast nichts brauche um glücklich zu sein und jeden Tag unendlich genieße. Einfach nur weil ich frei sein darf und von nichts abhängig bin außer der Verantwortung für mein Denken, meine Gefühle und mein Handeln.

Und Karriere hm ja, mal schauen entweder ich erreiche vielleicht noch etwas in meinem Leben oder aber nicht. Und wisst ihr was es ist mir auch ziemlich egal, weil ich gelernt habe, dass das Leben ein großes Spiel ist und immer dann wenn sich irgendwo eine Türe schließt eine andere für mich aufgehen wird. Ich habe das Vertrauen mittlerweile entdeckt, dass alles so kommen soll und kommen darf wie es für mich sein soll ganz ohne Kampf. Nicht früher und nicht später. Das Leben geschieht jetzt, exakt in diesem Moment und wenn ich in diesem Moment glücklich bin, ist für mich alles perfekt und wenn nicht frage ich mich, „was kann ich aus diesem Moment dennoch gutes für mich heraus ziehen. Was kann ich in Zukunft daraus lernen damit dieses Ereignis nicht wieder passiert?“ Ihr seht die Welt entsteht alleine dadurch wie ich sie sehe, wie ich sie bewerte, betrachte und interpretiere. Alles geschieht einzig und alleine „in meinem Kopf“.

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