Gedanken tanken

Um den Ansatz von „The Work“ noch einmal etwas genauer in unser Leben einfließen lassen zu können, möchte ich hier mit euch noch ein paar Beispiele durchgehen, damit es greifbarer wird, wie viel Kraft in unseren Gedanken oder das verwandeln unserer Gedanken stecken.

Also legen wir los:

erst ein Gedanke, dann die vier Schritte und am Ende die Umkehrung.

1. Überprüfe deine Gedanken: „Stimmt das was ich denke?“

2. Kannst du mit absoluter Sicherheit wissen, dass diese Aussage wahr ist?

3. Wie reagierst du auf deine Gedanken, was passiert in dir, welche Gefühle und weitere Gedanken werden dabei ausgelöst? Wie verhältst du dich dir und anderen gegenüber?

4. Wer oder was wärst du ohne diesen Gedanken?

Mein Chef verliert kein nettes Wort über meine Arbeit. Es ist ihm egal und er sieht mich nicht .“

1. Ja, weil ich viele Beispiele aufzählen kann was meine Kollegen ebenso bestätigen können.

2. Ja, weil er, wenn ich Vorträge halte nichts sagt. Er verliert keinen Ton. Weil er mich übergeht und nicht sieht. Weil er meine Vorschläge ablehnt ohne Begründung und mich immer dann zur Schicht einteilt wenn es bei mir überhaupt nicht passt.

3. Ich fühle mich klein und hilflos. Sitze auf meinem Stuhl und werde noch kleiner mit jeder Minute die vergeht. Danach ärgere ich mich über ihn über mich, weil ich ihm so gerne die Meinung sagen würde aber ich Angst habe den Job zu verlieren. Dadurch verliere ich die Lust an der Arbeit. Es macht mir schon gar keine Freude mehr dorthin zu gehen. Es ist ehr ein muss weil man es halt so macht. Bei jedem Meeting bekomme ich Bauchschmerzen und mein Herz fängt an zu rasen. Ich fange an zu schwitzen. Ich würde mich gerne mit Kollegen austauschen aber ich traue mich nicht, weil es sehr wahrscheinlich einfach nur “ mein Problem“ ist und sie mich nicht verstehen würden.

4.Ohne die Gedanken wäre ich motiviert. Hätte ich Freude an der Arbeit, weil die habe ich ja. Mein Herz brennt für meine Arbeit nur mein Gefühl nicht „gut genug zu sein“ kommt immer wieder hoch. Ich bräuchte nur ab und an eine Rückmeldung dann wäre so vieles für mich leichter.

Die Umkehrung:

„Ich verliere kein nettes Wort über meine Arbeit. Ich bin mir egal und ich sehe mich und meine Arbeit nicht. Das was ich erreicht und geschaffen habe nehme ich nicht wahr.“

Meine Kinder hören nie zu. Sie ärgern mich, sind anstrengend, rauben mir den letzten Nerv.“

1. Ja, weil ich genügend Beispiele aufzählen kann in denen dies passiert ist.

2. Ja weil, sie ständig das Gegenteil tun von dem worum ich sie bitte. Weil sie laut und wild sind. Weil sie ständig immer irgendwas von mir wollen und mir nicht einmal fünf Minuten Zeit lassen. Weil ich einfach mal meine Ruhe haben will und nicht ständig dieses „Mama hier, Mama da“ ich muss kochen, waschen, putzen und dann auch noch arbeiten. Aber das alles sehen sie nicht nehmen sie nicht wahr.

3. Ich bin genervt, so richtig genervt. Meine Nerven sind am Ende. Oft schreie ich sie dann an obwohl ich es nicht will. Aber wenn sie zum dritten Mal das Glas auf dem Tisch umwerfen nur weil sie nicht aufpassen reicht es mir. Ich bin doch nicht ihre Putzfrau. Ein bisschen Anstand und Vorsicht ist doch nicht zu viel verlangt oder? Boah ich kann dann so richtig richtig wütend werden und fange an zu schimpfen über sie über mich, über mein Leben. Wie ein Schnellkochtopf den es zerreißt weil der Druck zu groß ist und ich das alles nicht mehr schaffe. Es ist mir zu viel. Zu viel auf einmal.

4. Ich könnte ruhiger sein, geduldiger mit mir und den Kindern. Ich könnte ihnen mehr zuhören. Hätte mehr Verständnis und Energie. Wäre liebevoller zu ihnen. Würde mich vielleicht einfach mal mit ihnen hinsetzen und einen Film anschauen, anstatt ständig etwas tun zu müssen weil noch so viel ansteht. Wir könnten Quatsch machen und rum albern.

Die Umkehrung:

„Ich ärgere mich selbst. Ich raube mir selbst den letzten Nerv. Ich höre mir selbst und meiner inneren Stimme nicht zu.“

Mein Mann nimmt mich überhaupt nicht ernst. Er liebt mich nicht sonst würde er das fühlen, dass es mir schlecht geht und ich seine Hilfe brauche.“

1. Ja, weil es empirische Beispiele gibt.

2. Ja, weil er mich nie unterstützt. Weil hier überall die Wäsche steht, die Spülmaschine eingeräumt werden müsste. Weil er immer später von der Arbeit nach Hause kommt. Weil er mir nie irgendwas mitbringt oder mir ein „Danke“ ausspricht weil ich mich um alles kümmere. Er macht noch zusätzlich Unordnung oder bittet mich darum Sachen für ihn zu erledigen. Was ich ja auch tue weil ich ja nicht so bin wie er.

3. Ich bin sehr traurig und wütend, frustriert und zum Teil depressiv. Ich will, dass er mich sieht, sieht was ich alles für uns tue, was er an mir hat. Wünsche mir, dass er mir zeigen kann wie wertvoll ich für ihn bin. Manchmal wünschte ich mir er würde gehen. So, dass das alles endlich ein Ende hat. Er sieht mich einfach nicht. Mein Körper kann nicht mehr. Ich bin erschöpft, will nur noch schlafen.

4. Leichter, ruhiger, könnte das Leben mehr genießen. Wäre in mir glücklicher, friedvoller. Ich könnte sehen was alles bei uns gut läuft. Könnte erkennen was er alles für uns tut. Die Stimmung wäre entspannter. Ich wäre gelassener.

Die Umkehrung:

„Ich nehme mich überhaupt nicht ernst. Ich liebe mich nicht ansonsten würde ich fühlen, dass es mir nicht gut geht und ich Hilfe brauche.“

Meine Eltern übergehen ständig meine Grenzen aber sie meinen es doch nur gut mit mir.“

1. Ja, weil dies meinem Mann auch schon aufgefallen ist.

2. Ja weil sie mir nicht wirklich zuhören. Weil sie meine Gefühle nicht ernst nehmen indem sie einfach das Thema wechseln. Weil sie mir Geschenke machen die mich nicht erfreuen. Weil sie anrufen obwohl ich gesagt habe dass ich jetzt nicht kann. Sie einfach rein kommen obwohl ich das nicht will und dies mitgeteilt habe. Sie auf Feiern Witze über mich machen obwohl mir das weh tut. Weil sie den Kindern Dinge geben oder Sachen tun wo ich sie darum gebeten habe dies sein zu lassen.

3. Ich spüre meine Wut. Ich würde ihnen am liebsten sagen, dass das nicht geht. Dass sie sich an meine Wünsche halten sollen. Dass ich die Dinge die sie mir schenken nicht mag. Aber sie sind meine Eltern und ich muss es nun mal akzeptieren weil ich sie liebe und weil ich sie nicht verlieren oder enttäuschen will. Sie sind nun mal meine Eltern und die Großeltern meiner Kinder. Also so schlimm ist es dann auch nicht und ich schlucke meinen Ärger herunter, denn Blut ist nun mal dicker als Wasser und man hat nur eine Familie. Ich bin nun mal die liebe gute Tochter. Das will ich ihnen nicht nehmen. Tut mir ja auch gut wenn sie stolz auf mich sind. Da sollte ich dann nicht so kleinlich sein.

4. Ich könnte ihnen sagen wie ich mich fühle. Ich könnte ihnen sagen, dass sie mir weh tun. Dass sie mir nicht zuhören. Dass sie mich nicht sehen. Dass sie mich nicht ernst nehmen. Dass ich nicht mehr die liebe brave Tochter sondern eine erwachsene Frau mit einer eigenen Familie bin. Ich bräuchte nichts mehr Vorspielen oder so tun als ob sondern könnte ich sein, ohne Angst vor Bestrafung, vor Liebesentzug, davor aus der Gemeinschaft ausgeschlossen zu werden und die Bindung zu ihnen zu verlieren.

Die Umkehrung:

„Ich übergehe ständig meine eigenen Grenzen. Kann sie nicht wahren auch wenn meine Eltern es aus ihrer Sicht nur gut mit mir meinen, schaden sie mir und meiner Person dadurch. Sie treiben mich dadurch in die Hilflosigkeit weil sie unachtsam sind.“

Wie ihr erkennen könnt, sind die Meisten unserer Gedanken falsch oder fühlen sich für uns falsch an. Weil wir nicht gelernt haben was Selbstliebe ist und wie Selbstliebe geht. Robert Betz sagte einmal in seinen Vorträgen, “ bist du glücklich? Führst du ein wahrhaftiges und zufriedenes Leben? Denn wenn nicht, hast DU alles dazu beigetragen, dass dies nicht kommen darf oder kommen kann.“ Wir sind mit die Schöpfer und Gestalter unseres Lebens aber uns fehlen die Vorbilder , weil wir keine glücklichen Eltern hatten an denen wir uns orientieren können wie ein glückliches Leben aussieht. Wie es sich anfühlt und wie glückliche Menschen denken.

Deshalb kannst du nun was für dich tun. Stelle dich vor den Spiegel und höre dir das Lied „Liebe meines Lebens“ von Phillip Poisel an. Wenn es geht, schau dir dabei direkt in die Augen und fühle was es mit dir macht.

Ich wünsche dir wundervolle, wohlwollende, Herz öffnende, sanfte, fließende und überaus kostbare Minuten mit dir selbst ♥️

LIEBE MEINES LEBENS (Philipp Poisel)

Alles was ich weiß, weiß ich von dir,
Alles was ich habe, hab‘ ich von dir,
Alles was ich liebe, hat mit dir zu tun,
Und so lang ich lebe, wird mein Herz nicht ruhn,
Und so wird es immer bleiben,
Du kannst gar nichts dagegen tun,
Weil du die Liebe meines Lebens bist,
Weil du die Liebe meines Lebens bist,
Weil du die Liebe meines lieben Lebens bist,
Alles was ich tue, gestern heut‘ und hier,
Soll doch nur ein Umweg sein, auf meinem Weg zu dir,
Alles was ich tue, hat nur einen Sinn,
Dass ich am Ende meines Lebens endlich bei dir bin,
Und so wird es immer bleiben,
Du kannst gar nichts dagegen tun,
Weil du die Liebe meines Lebens bist,
Weil du die Liebe meines Lebens bist,
Weil du die Liebe meines lieben Lebens bist
Und selbst wenn ich dich nie kriege,
Dann wird eines für immer sein,
Der Schmerz in meinem Herzen,
Mein Leben ohne dich gewesen zu sein. Und so wird es immer bleiben,
Du kannst gar nichts dagegen tun,
Weil du die Liebe meines Lebens bist,
Weil du die Liebe meines Lebens bist,
Weil du die Liebe meines lieben Lebens bist,Weil du die Liebe meines Lebens bist.

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