Befreie dich von deiner eigenen Last.

Wir wollen alle immer nur glücklich sein, den Spaß und die Freude des Lebens spüren. Die Leichtigkeit fühlen und in ihr aufgehen. Wut, Angst, Trauer, Hass, Überforderung oder Neid haben bei uns keinen Platz. Das alles wollen wir nicht haben und wenn wir es uns immer und immer wieder einreden, dass wir diese Gefühle nicht haben wollen werden wir Methoden und Techniken finden oder erfinden um sie nicht mehr fühlen zu müssen. Dann haben wir alles im Griff und funktionieren. Das ist wundervoll. Das Leben läuft wie ein Uhrwerk einer Armbanduhr in der ein Zahnrad in das Nächste greift und das so lange bis plötzlich mal eines der Rädchen nicht mehr perfekt läuft oder die Batterie leer ist und von einem auf den anderen Moment stoppt. Zack das war’s. Es läuft nicht mehr. Die Uhr steht still.

Nun hast du die Möglichkeit zu entscheiden. Zu sagen na ja, so schlimm wird es schon nicht sein, dann nehm ich so lange eine andere Uhr und lege meine Lieblingsarmbanduhr auf die Seite, sie selbst zu öffnen zu reparieren oder sie zu einem Uhrmacher zu bringen.

Wieso haben wir so wahnsinnige Angst uns selbst Hilfe zu suchen? Welche Gedanken und Glaubenssätze stecken da dahinter? Seit einiger Zeit gehe ich wieder regelmäßig zu meiner Therapeutin und jedes Mal wenn ich dort bin fühlt es sich für mich an als füge ich die einzelnen Puzzleteile meines Herzens wieder Stück für Stück zusammen. Also nicht nur das, denn das was ich da lerne färbt sich ebenfalls auf die Beziehung zu meinem Partner und meinen Kindern und Freunden ab.

Was ich eigentlich sagen will. Du betrügst dich die ganze Zeit mit dir selbst. Du bist ein wahnsinnig intelligentes zauberhaftes Menschenwesen und du glaubst nur weil du es nicht in Worte sondern nur in deinen Gedanken denkst und durch deine Gefühle fühlst ist es nicht real? Alles, alles was du denkst und fühlst hat für dich einen Sinn und zwar nur für dich! Hinter all den Worten transportierst du ein Gefühl, ein Gefühl der Angst, der Ablehnung, der Trauer, der Wut, der Ohnmacht die du nicht fühlen willst. Aber nur weil du es nicht willst ist es dennoch da.

Nur weil du es nicht aussprechen willst steht der Konflikt oder das Traumamonster im Raum und vergiftet dich, deinen Partner, deine Kinder und du schaust zu. Warum? Wieso tust du das? Aus Angst? Vor dem, dass du etwas verlieren könntest? Aufgrund der Harmonie? Aufgrund deiner eigenen Glaubenssätze, gut zu sein oder gefallen zu wollen? Für was, für wen?

Du hast dein Leben oder sagen wir es konkreter, du hast ein Leben. Und am Ende kurz bevor du stirbst hast du keine andere Wahl als dich mit dir und deinem Leben auseinander zu setzen. Frag dich doch mal , auf was bist du stolz? Wo fließt deine Liebe hin? Hast du gelebt? Hast du es geschafft dein Herz zu öffnen und das Leben aus der Tiefe deines Herzens zu begreifen? Wie viel Zeit verbringst du mit fluchen, dich zu beschweren, im Mangel dessen was du nicht hast oder was anders sein soll? Warum änderst du es denn dann nicht? Was hält dich davon ab? Ein andere Mensch der an deinem Gefühlschaos schuld sein soll? Und was ist mit deiner Verantwortung?

Ich gebe mir mittlerweile die Erlaubnis alles zu fühlen. Zu weinen, zu schreien, zu fluchen, zu schluchzen, zu lachen, zu tanzen, zu staunen, zu lieben, zu rennen, nichts zu tun, zu genießen, still zu werden um den Frieden, die Einheit in mir wahrzunehmen. Der Stimme des Lebens zu lauschen. Besonders in Konflikten in mich zu hören was da gerade passiert. Was für eine Stimme in mir laut wird und welches Bedürfnis aus meiner Kindheit nicht erfüllt wurde was mein Denken und Handeln rechtfertigt.

Darf ich dies sagen? Darf ich so über dich denken? Darf ich dich bewerten oder entwerten? Darf ich über dich sprechen obwohl ich dich gar nicht kenne? Darf ich das alles? Oder rede ich letzten Endes doch nur von mir? Und ich sage ja, auch wenn mein Verstand nein sagt. Es passiert schneller als es mir lieb ist. Es wird weniger weil mein Fokus mittlerweile auf mir und meinen Gefühlen liegt aber dennoch ertappe ich mich hin und wieder dabei mich über einen anderen Menschen aufzuregen weil sie Dinge tun, die ich ablehne oder insgeheim in mir wünsche aber mich nicht traue dies zu tun.

Dann stehe ich da und fühle mein Feuer, meine Wut, dass ich nicht gesehen, nicht wertgeschätzt, meine Grenze nicht eingehalten wurden. Ich fühle meine Angst vor Ablehnung meine Scham nicht gut genug zu sein und es folgt die Trauer. Darüber, dass ich dies als Kind gebraucht hätte. Dass mich jemand sieht, wertschätzt, hört und liebt. Und nun stehe ich da, als erwachsene Frau und halte mich im Arm. Erkenne, dass ich stark bin. Dass ich Wunder vollbringen kann indem, dass ich mit mir Frieden schließe. Ich mich sehe, ich mich halte, ich mich und meinen Körper liebe. In seiner Ganzheit und Reinheit wie er einst auf diese Welt gekommen ist.

Diese Gefühl, das wir zu Beginn als Baby einmal hatten, kennen wir alle und genau das ist unser Antrieb, unsere Intuition die uns an der Hand nimmt und zurück bringen will in das „Alleinsseins“ dass das Leben ist. Menschen sterben aber ihre Gedanken, ihre Vorstellungen, ihre Glaubenssätze leben in unserem Unterbewusstsein weiter.

Wir alle sind hungrige und getriebene Wesen die nach Anerkennung und Liebe betteln. „Bitte sieht mich einer, bitte liebt mich jemand, bitte verlasse mich nicht, bitte tue mir nichts, hab mich lieb und sag mir dass ich wertvoll bin.“

Fühlst du die Leere in dir? Das nicht anerkennen deiner selbst? Eine Stimme, die die strengste ist, die es im Leben gibt? Der innere Richter der über dich urteilt? Es ist deine. Deine eigene. Übernommen von den Glaubenssätzen und den Gedankenkonstrukten deiner Ahnen. Sie stehen da ziehen und zerren an dir aufgrund der Angst, dass das Traumamonster wenn du darüber spricht alles vernichten wird.

„Lass das. Du darfst niemals darüber sprechen!Was denken nur die anderen? Sie werden dich verlassen? Du fällst uns allen in den Rücken? Wir müssen das verhindern und wenn wir dich dafür bestrafen?“ und doch ich spreche darüber auch wenn ich ein großes Opfer dafür bezahlen muss, weil ich mir meiner selbst bewusst bin. Weil ich das Monster sehe und umarmen konnte. Weil ich die Ohnmacht und Angst fühle mit all den Minderwertigkeitskomplexen und sagen kann

„Liebe Ahnen, euer Leben ist vorbei und ich bin mir sicher ihr habt aus eurer Empfindung heraus euer bestes gegeben. Nun dürft ihr in Frieden Ruhe finden. Ich vergebe all eure Taten, eure Worte, eure Gewalt, eure Lügen um das Monster, das ebenso euer Leben mit gestaltet hat zu besiegen. Aber nun nehme ich all die Last von euch. Weil ich groß bin, weil ich all euer Leid sehe, euern Schmerzen fühle und ich stark bin. Ich die Liebe zu mir entdecken konnte um euch zu befreien. Dadurch, dass ich ich sein darf, dürft ihr ihr sein. Mit all euren Eigenheiten, Macken, Fehlern und Schwächen. Ihr dürft gehen. In Liebe, in Frieden. Ich bin hier und schaue hin. Sehe all das was ihr tragen und aushalten musstet und werde es nicht weiter geben. Das Monster ist besiegt, es wurde von Schmerz in Liebe verwandelt und ich spüre wie die Last auch von euch abfällt, denn ich bin mir bewusst, dass kein Mensch einem anderen einen Schaden bewusst zufügen will, wenn sein Herz von Liebe genährt wird.

Meine Kinder dürfen sein wie sie sind, geliebt, gesehen, gehört, geschätzt. Ich weiß, wie wichtig dieser Schritt ist und wenn ich ihn nicht gehe trage ich dazu bei, dass das Leid weiter erhalten bleibt. Also schaue ich hin. Nehme es auf mich und befreie mich von all der Last die wir emotional mit uns herum schleppen. Ich danke euch, dass ich am Leben bin. Dass ich das Leben in mir fühlen und aufsaugen darf. Dass ich, ich sein darf.

Deshalb schau und fühle hin, was wirklich zu DIR GEHÖRT und was du einfach übernommen hast und welches dir das Leben erschwert.

Ich bin nichts besonders, kann nichts besonderes sondern bin einfach nur ein Mensch. Ein Mensch wie du auch sanft, weich, voller Hingabe und Liebe.

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