Was wäre ich wenn….

Was wäre ich, wenn meine Eltern mich als Baby wohlwollend empfangen hätten? Wenn dort Menschen auf mich gewartet hätten, die sich ihrer Selbst bewusst gewesen wären. Die mir gezeigt hätten was Vertrauen ist, was es bedeutet an sich selbst zu glauben, die mich hätten fühlen lassen wie es ist bedingungslose Liebe zu erfahren.

Wie wäre ich ohne Angst/Wut und Trauer? Ohne Angst davor Fehler zu machen? Ausgeschlossen zu werden? Mich klein und hilflos zu fühlen? Lieblos? Wertlos? Allein? Verlassen? Nicht gut genug? Voller Schuld und Scham?

„Was bedeutet das für meine/unsere Zukunft? Wie muss ein Mensch sein um in dieser Gesellschaft bestehen zu können und anerkannt zu werden? Was brauchen unsere Kinder? Wie sollten sie sein um zu? Was wird noch alles auf uns zukommen weil ich nicht so bin wie….und meine Ohren verschließe und meinen Mund halte und spüre wie diese Gesellschaft so etwas nicht toleriert oder sagen wir sogar bestraft?“

Wie viele andere Menschen, die ebenso den Mut haben, ihren Mund auf zu machen? So lange habe ich mich geschämt und mich selbst herabgesetzt/ bestraft weil ich, ich bin. Die wissen will warum und weshalb die Dinge sind wie sie sind? Die so viel Hunger danach hat zu entdecken, zu erforschen und zu erkunden wer oder was der Mensch eigentlich wirklich ist? Warum wir uns bekämpfen und Angst machen, bekriegen anstatt zu lieben?

Wir Menschen könnten Dinge erschaffen von denen wir nicht einmal im Traum daran gedacht hätten was Menschen alleine aus ihrer Motivation, Leidenschaft und Liebe bereit sind entstehen zu lassen. Wir alle wollen gesehen, anerkannt und geliebt werden aber dies schaffen wir nur wenn wir bereit sind wieder einen Schritt zurück zu gehen.

Zurück zu uns, zurück zu mir. Warum sehe ich die Welt wie ich sie sehe? Warum glaube ich das was ich glaube? Warum empfinde ich das was ich empfinde und woran kann ich mich orientieren, dass meine Empfindung wahr ist oder doch nur wieder ein Spiel meiner Psyche ist, meines Inneren Kindes, das davon überzeugt ist, dass alte Mechanismen immer noch wirken und die Hoffnung bestehen bleibt, daran fest zu halten um irgendwann das zu bekommen was ich vermisse, wovon ich träume, was ich so unheimlich herbeisehne.

Und dann wird mir auf einmal bewusst, dass es das, was ich mir da wünsche niemals geben wird. Dass es niemals mehr einen Menschen geben wird der mich bedingungslos liebt, der mir die Erlaubnis gibt mich zu dem Menschen entwickeln zu dürfen der ich innerlich, im tiefen Kern bin. Der mir alle Fehler verzeiht und mich dennoch liebend in den Arm nimmt. Das ist vorbei, das ist die romantische Vorstellung mit der in Spielfilmen die große Liebe präsentiert wird. Diese Sehnsucht nach dem Anfang des Seins. Der ersten Verbindung, des eins Seins mit der Mutter, die Sehnsucht , die niemals von Außen gestillt werden kann.

Das tut weh. Das zu fühlen zwingt dich in die Knie. Lässt die Tränen fließen. Tränen des Schmerzes, Tränen der Wut, Tränen der Einsamkeit, Tränen der Verlassenheit, Tränen von Schuld und Scham und Tränen der Akzeptanz dessen was „ist“.

Es ist wie es ist. Ja es tut weh, unglaublich weh und gleichzeitig fühle ich mich. Ich fühle mich. Fühle wie ebenso nach dem Schmerz das Bewusstsein kommt mich selbst an die Hand zu nehmen. Mir bewusst die Mama sein zu können nach der ich mich sehne. Die elterliche Stimme sein zu können die ich gebraucht und benötigt hätte um die Welt als sicheren und magischen Ort zu erleben in der ich mich mit all meinem Potential entfalten kann ohne all diese Ängste haben zu müssen. Fehler als Chance zu sehen etwas probiert zu haben, für seine Sehnsucht und Wünsche einzustehen und zu kämpfen.

Und nun werde ich mir die beste Mutter und der beste Vater sein die ich mir so unendlich gewünscht habe. Nichts ist wie es scheint wenn wir den Mut haben uns von dem zu trennen was wir glauben festhalten zu müssen. Kontrolle.

Kontrolle zwingt dich immer wieder bewusst auf das zurück zu greifen was du kennst, auf alles Alte, was du bereits erfahren hast, was aber nichts bringt. Erst dann wenn du bereit bist loszulassen. Zu fallen. Das Leid größer und du für alles bereit bist öffnet sich eine Welt, eine neue Welt, ein neues Bewusstsein, eine neue Wahrnehmung, eine neue Sicht und Interpretation der Dinge die du lebst und durchlebst.

Du bist nicht mehr gefangen in dir sondern erlebst dich als Betrachter/Beobachter deiner selbst und die Probleme fangen an sich aufzulösen, weil sie nur dafür da sind, dich auf dich selbst hinzuweisen und wenn du dort hinschaust ist diese Aufgabe erfüllt und das Problem gelöst. Steige aus aus dem Drama das ausweglos erscheint und auf einmal ergibt alles Sinn.

Dein Leben hat einen Sinn und wir begeben uns auf die Reise ihn zu finden. Denn alles ist Liebe oder aus Liebe gemacht.

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