Fragen? Es sind doch einfach nur Fragen!

Mein Mann würde sagen, dass das Leben mit mir einerseits wunderschön und andererseits unendlich anstrengend sein kann. Das liegt daran, dass ich nicht aufhören kann verstehen zu wollen wie ein Mensch funktioniert,

Warum tun wir, was wir tun? Warum sagen wir, was wir sagen? Warum fühlen wir, was wir fühlen?

Ich grabe und grabe und grabe nicht in der Erde, nicht im Sand oder im Kies. Ich grabe nach Gefühlen. Nach dem warum? Ich will es wissen! Ich möchte es sehen und hören, um dich kennenzulernen, um dir nahe zu kommen. Was mich leitet ist meine Intuition, meine Empathie, mein Mitgefühl.

„Warum stellst du nur immer solche Fragen?“ warum sollte ich nicht aussprechen dürfen was ich fühle oder in Frage stellen, was sich ebenfalls in mir zeigt. Fragen sind nur Worte und haben dennoch eine wahnsinnige Macht. Durch Fragen kann unser ganzes System zusammenbrechen oder sich neu verbinden.

Wir können das Leben nur lernen zu verstehen wenn wir lernen zu fragen. Immer und immer wieder. Und immer wieder sind da Mauern, aus Prägungen, Überzeugungen, Glaubenssätzen, Schutzstrategien und wusch ist aus der angenehmen feinen Stimmung ein tosender Sturm im Anmarsch, wenn wir es wagen eine falsche Frage zu stellen. „Das tut man nämlich nicht, zum Schutz der Anderen, der Gemeinschaft. Denn dann wenn es ausgesprochen ist, ist es real und das habe ich als Kind bereits eingetrichtert bekommen. Halt deinen Mund.“

Nur kann ich es nicht. Der Drang in meinem Inneren ist einfach zu groß anstatt zu schweigen muss es raus.

Ich weiß nur, dass ich eigentlich nichts weiß. Das mir das Leben immer wieder mein eigenes um die Ohren haut. Das geht so schnell, dass ich manchmal Tage brauche um zu erkennen was da eigentlich mit mir passiert ist. Was ich aus der Projektion habe lernen sollen.

Es geht immer nur um mich. Wenn ich das verstanden habe und die Verantwortung für mich und mein Leben übernehmen kann, sieht die Welt gleich ganz anders aus. Dann gibt es keinen Schuldigen mehr. Dann ist alles nur noch ein Spiel, ein leichtes lockeres Spiel. Von Gefühlen die kommen und wieder gehen.

Denn alles was ich an mir mag, mag ich auch beim Anderen und alles was ich an einem Anderen ablehne, lehne ich an mir selbst ab oder gönne es mir nicht. Nehme es nicht in Anspruch und beschere mich dann darüber wenn dies ein anderer tut.

Du bist niemals das Opfer und du bist niemals ausgeliefert. Es ist nur unser Kopf, unser Denken, unsere Psyche die aus der Vergangenheit unsere Zukunft aufs Neue aufleben lässt. Wenn du dir deiner Vergangenheit bewusst wirst gibt es kein Opfer und kein Täter mehr. Es gibt nur noch Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und den daraus resultierenden Strategien und Gefühlen die damit an die Oberfläche kommen.

Werde dir deiner selbst bewusst indem du Fragen stellst. Einfach fragen und schau was kommt, höre zu, sei neugierig. Das ist schwer. Doch nur so erfährst du was in dir lebt und was du selbst über dich glaubst.

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