Du entkommst dir erst dann wenn du stirbst.

Wir entkommen uns nicht. Niemals. Unser Kopf, programmiert mit all seinen Erfahrungen, Glaubenssätzen und Prägungen sowie unser Körper mit seinem dysregulierten Nervensystem für das du absolut nichts kannst ist da. Du lebst in ihm oder du wirst gelebt durch ihn.

Wir haben uns dies alles nicht selbst ausgesucht. Also trägst weder du, noch ich, noch sonst wer irgendwelche Schuld. Wir wiederholen meist das was wir selbst erlebt oder durchlebt haben. Nicht dann wenn wir in unserem Bewusstsein sind und wir uns klar entscheiden können wie wir handeln wollen sondern es geht um die Momente, in denen es unbewusst darum geht wie sehr ich mich auf einen anderen Menschen einlassen kann und will. Oder wie ich mit Stress umgehe?

Es sind die Erfahrungen die ein anderer Mensch, der einst meine Mutter und mein Vater war, die die mir anstatt bedingungslos gegenüber zu treten mir Schmerzen zugefügt haben. Die mich nicht sehen und erst recht nicht hören konnten. Aber soll dafür wirklich ein anderer Mensch bestraft werden, weil er diese schmerzhafte Wunde in mir berührt? Wir sind zutiefst bindungsfähige Wesen aber haben so unglaublich viel Angst davor verletzt zu werden, weshalb wir lieber eine Beziehung beenden anstatt uns ganz und gar auf den anderen Menschen einzulassen.

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Die Macht der Empathie

Was kann ich eigentlich wirklich tun, wenn es zu einem Konflikt zwischen mir und meinem Partner oder meinen Kindern kommt? Was brauchen wir Menschen um wieder „einen Kontakt zu uns selbst herstellen zu können“?

Wenn wir nicht präsent und tief mit unserem Inneren verbunden sind. Reichen Sekunden aus um dich in dein inneres Kind zu katapultieren. Deine Bedürfnisse leiden, du bist überfordert, gestresst, wütend und dementsprechend in einem Mangelzustand. Dein Tank an Energie in Form von Liebe und Verständnis ist leer. Und Zack nervt mich alles. Mein Leben, mein Partner, meine Kinder, die Art wie der Fremde Mensch an der Kasse hinter mir atmet oder das Schnarchen unseres Hundes. „Sei ruhig, sei still, hör auf, es nervt, geh spielen, ich will nicht, lasst mich doch alle in Ruhe.“

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Meine Welt ist nicht die Welt meines Kindes.

Mein kleines zerbrechliches Wesen. Du, welches das Leben liebt, welches es entdecken, erkunden und erforschen will. Du, der so sehr angezogen wird von dieser Welt, vom Lernen und verstehen wollen. Immer und ständig.

Ich komme kaum hinterher, all das durcheinander zu beseitigen, dass ihr hier täglich hinterlasst. Aber ihr macht es mit so viel Liebe und Hingabe. Ich habe es mittlerweile akzeptiert, dass das Leben nun einmal nichts mit Kontrolle oder Vorstellungen zu tun hat sondern daraus besteht sich darauf ein zu lassen. Ich sehe und beobachte meine Gedanken und tue nichts. Weder mich Ärger noch gebe ich ihnen die Erlaubnis, dass ich nun mein Verhalten an sie anpasse. Es ist wie es ist und in ein paar Monaten oder Jahren verändert sich wieder alles.

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„Mama warum tust du das?“

Liebe ist ein so großes und mächtiges Wort. Liebe beschreibt für mich einen Zustand des vollkommenen Seins, so dass das Leben mir absolut nichts schuldig ist sondern in mir ein Potenzial steckt um ein glückliches Leben führen zu können. Das Leben ist ein Geschenk und genau so sollten wir es sehen und mit ihm umgehen.

„Ich liebe dich“, heißt so viel wie. Ich sehe dich, ich höre dich, ich nehme dich wahr, ich akzeptiere dich mit all deinen guten und weniger guten Seiten.

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