Handlungsalternativen: anstatt die Vergangenheit zur eigenen Zukunft werden zu lassen.

Was meine ich damit, wenn ich immer wieder davon spreche, dass wir fähig sind uns Handlungsalternativen anzueignen wenn wir Bewusstsein-/Traumaarbeit leisten.

Wir alle tragen seelische Narben in uns. Auch wenn wir sie jetzt noch nicht fühlen können, sind sie dennoch da. Aus jeder Narbe heraus, aus jeder Erfahrung ziehen wir als Kind Rückschlüsse, weil dies nun einmal unsere Welt mit unserem Erleben war und wir keine Alternativen zur Verfügung hatten als uns an dem Verhalten unserer Eltern oder unserer nahen Bezugspersonen zu orientieren.

Besonders in traumatischen Situationen in denen unheimlich viel Stress im Körper komprimiert wird, brennt sich diese Erfahrung extra tief in unser Gehirn und Nervensystem ein. Das was wir dort erleben prägt uns, wenn wir uns nicht auf die eigene Reise zu uns selbst machen, für immer.

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Wer nicht sehen und hören will, verbietet sich das Fühlen.

Immer wieder sehe, höre und treffe ich auf Menschen die das Gefühle in sich tragen nicht „genug“ zu sein und wenn wir ganz ehrlich zu uns selbst sind, befindet sich das Gefühl fast in jedem Menschen.

Dieser Wert oder diese Wertlosigkeit die wir in uns selbst fühlen, hat eine Geschichte und sie ist nicht nur eine, sondern viele Generationen alt. Wir greifen, im Bezug auf uns selbst aber auch bei unseren Kindern, auf die alt bekannte Erziehung zurück, die fast ausschließlich aus „Trauma“ besteht.

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Die Grenzen der Psychotherapie

Ich sitze da, auf einem kornblumenblauen zweisitzer Sofa und fühle mich elend.

„Na wie geht es Ihnen“, fragt mich die ruhige Stimme in einem Sessel, welche mir schräg gegenüber sitzt.

Er sitzt da, mit Block in der Hand und dem Kugelschreiber zwischen seinen Fingern und er wartet. Er wartet auf meine Antwort. Seine Augen bohren sich in mich, in meinen Körper und ich schweige, ich schweige aus Angst, aus Scham, aus dem Mangel meiner selbst heraus.