
„In der tiefe des eigenen Schmerzes, liegt unendliche Schönheit begraben.“
Wenn wir einen Menschen verlieren, bleiben die meisten Menschen an der Frage hängen,
„WARUM“?
Warum, musste dieser Mensch sterben?
Warum, musste das passieren?
Und darauf werden wir nie eine Antwort finden. Wir werden sie niemals finden und das deshalb weil es diesen Menschen, der die Frage beantworten könnte nicht mehr auf dieser Erde zu finden ist.
Stattdessen können wir uns fragen
„Was habe ich übersehen? Mit was will ich mich nicht beschäftigen? Was will ich nicht in meinem Leben haben? Weshalb habe ich weg geschaut?“
Dabei geht es nicht um Vorwürfe sondern darum sich selbst besser verstehen zu lernen. Denn jeder erwachsene Menschen trägt immer zu 100 Prozent die Verantwortung für sein eigenes Leben. Und das dürfen oder müssen wir akzeptieren.
Weitere Fragen wären:
„Was soll ich daraus für mich und mein Leben lernen?“
„Welches Geschenk liegt im tiefsten Schmerz in meinem Inneren verborgen und ich habe es bis jetzt nicht geschafft es zu öffnen.“
Der Verstand wird sich erst einmal gegen all die Fragen wehren. Alleine die Fragen werden inneren Widerstand erzeugen und eine Abwehr, weg vom Opfer, hin zum Schöpferischen Denken zu gelangen.
Wenn wir jedoch nicht den Mut haben, in diese Veränderung gehen zu wollen….
Ja dann ist dieser Mensch wirklich umsonst gestorben und wir haben die tiefe des eigenen Lebens, die Qualität für dieses Leben nicht verstanden.
Denn was darf ich in solch einem Moment lernen?
Mir zu begegnen.
Mir zuzuhören.
Mich und all mein Inneres ernst zu nehmen.
Mir den Raum für die Trauer zu öffnen.
Zu schreien, zu zerstören, zu toben, zu kreischen, zu bibbern, zu jammern, zu summen.
Mich zu halten, zu wiegen, zu umarmen, mich umarmen zu lassen, mich halten zu lassen.
In die Augen eines anderen Menschen zu sehen und sich zutiefst verbunden zu fühlen.
Ich bin nicht alleine. Im tiefsten Schmerz fühle ich die absolute Reinheit des Augenblicks.
Ich fühle die absolute Verbundenheit zu dieser Welt.
Ich fühle die Liebe die alles durchströmt.
Ich fühle das Leben das Leben will.
Ich fühle mich.
Die Wahrheit die ich für mich daraus mitnehmen darf,
ist das Bewusstsein für dieses Leben, für diese Welt, für den einen Augenblick in dem ich mich mit allem verbunden fühlen kann.
Mit einem Baum, mit den Wolken, dem Himmel, der Sonne, das Gras, Tiere, einem Stein und alles was mich umgibt. Der Boden der mich hält. Mein absolut zuverlässiger Körper der mich jeden einzelnen Schritt trägt und nicht fallen lässt, durch den ich es schaffe, all das Schlimme, was meiner Seele widerfährt verarbeiten zu können.
Noch mehr, noch tiefer in mein eigenes Herz und in die Weichheit und Wärme meines Herzens zu finden.
Trauma ist ein Monster.
Ein großes, riesengroßes Schwarzes Loch.
Und wenn wir es nicht sehen wollen, breitet es sich aus.
Es sind die schwarzen leblosen Gestalten aus Herr der Ringe und sie nehmen alles mit.
Ohne Bewusstsein. Ohne Gefühl. Ohne Gewissen. Ohne Verantwortung für ihr eigenes Handeln.
Auch ich trage es in mir.
Die schwarze Macht. Die hoch kommt wenn der Stress im Außen zu groß wird und meine Überlebensmuster übernehmen.
Und das will ich nicht mehr. Ich will, dass all das mit meinem Tod endet.
Ich liebe dieses Leben.
Ich bin verbunden mit mir, mit der Welt, mit meinem Schmerz um den ich mich liebevoll kümmere.
VERANTWORTUNG.
VERANTWORTUNG IST DAS WAS WIR BRAUCHEN.
FÜR DAS WAS ICH DENKE.
FÜR DAS WAS ICH FÜHLE.
FÜR DAS, DASS ICH SPRECHE UND MIR HILFE SUCHE BIS ICH SIE GEFUNDEN HABE.
FÜR MICH.
FÜR ALL DIE MIT MIR LEBEN.
FÜR MEIN HANDELN.
FÜR DAS WAS ICH DURCH MEIN HANDELN IN DIESE WELT TRAGE.
OB ICH WEG SCHAUE ODER VERANTWORTUNG ÜBERNEHME UND DA BIN.
DAS IST DAS WAS WIR TUN KÖNNEN, WENN WIR EINE GESUNDE, VERBUNDENE GESELLSCHAFT AUFBAUEN MÖCHTEN.
FÜR DIE LIEBE UND GEGEN UNSER EIGENES INNERES SCHWEIGEN.
ES TÖTET.
ES TÖTET ALLES WAS LEBT, WENN WIR NICHT BEGINNEN, DEM AUSDRUCK ZU VERLEIHEN WAS IN UNS LEBT.