
Diese Frage kenne ich nur all zu gut.
„Weshalb „man“ mich angeblich einfach nicht glücklich machen kann.“
Und ich sage dir, „man“ kann mich glücklich machen. Sehr sogar.Z.B. indem „man“ mir zuhört. Richtig zuhört und daran spürt, dass ich eben kein „man“ bin sondern ein ich und du, eben ein du.
Also gehen wir zum Anfang.
Wir entstehen aus einer Lüge heraus.
Ihr, als Eltern, führt eine von mir als Kind betrachtet, sehr unglückliche Ehe.
Ihr seit nicht ehrlich zu euch und nicht ehrlich zueinander und am Ende auch nicht ehrlich zu mir.
Ich wachse also auf mit dem Satz „Du sollst nicht lügen“ während alle um mich herum ihre Lügen leben oder sie täglich zum Leben erwecken aber ich, ich als kleines Wesen, was dieses Spiel noch nicht kennt, soll seinen Mund halten?!
Soll seine Gedanken und Wahrnehmungen für sich behalten?
Ich soll für mich behalten wie schlecht Mama mit Papa und Papa mit Mama umgeht und beide, wenn sie sauer sind mit mir?
Ich soll meine Wut nicht an anderen Menschen ausleben, während sie exakt das Selbe jeden Tag mit mir tun?
Verstehst du den Sinn dahinter?
Also ja warum du mich nicht glücklich machen kannst liegt vielleicht dahinter, dass du deine eigenen Lügen glaubst. Dass du dich mit deinen eigenen Lügen identifizierst und es nicht erträgst, dass es da einen Menschen gibt der nicht mehr bereit ist nach den Lügen leben zu wollen.
„Das macht mich so wütend!!!!“
„Was macht dich so wütend?“
„Du machst mich wütend“
„Ich mache dich wütend? Oder mein Verhalten macht dich wütend?“
„Ja dein Verhalten macht mich so unglaublich wütend“
„Ah dir geht es also um mein Verhalten und gar nicht um mich? Du reagierst also auf das was ich tue nicht auf das was ich bin. Und genau deshalb zeigt es mir, dass es gar nicht um mich geht und niemals um mich ging, denn du siehst dich selbst nicht und deshalb kannst du mich, als dein Kind überhaupt nicht sehen.“
Die größten und schlimmsten Verletzungen entstehen innerhalb der Familie.
Die meisten sexuellen Übergriffe in der Kindheit finden in der Familie/nahen Umfeld statt.
Die größte Not und Einsamkeit die wir erleben können, findet in der Familie statt und zwar immer dann, wenn das Gegenüber aufgrund seiner eigenen Wunden, nur noch am ausagieren und nicht mehr erreichbar für den anderen Menschen ist.
Also ja was soll ich sagen.
Es ist das eigenen Lügenkonstrukt in uns, das alles zerstört.
Das Trauma, ganz lebendig in Aktion.
Wenn du etwas nicht in Frage stellen darfst, sei dir Gewiss, dieser Mensch auch wenn er „Mama oder Papa“ heißt wird dich früher oder später opfern.
Einfach so töten.
Und das ganz einfach deshalb, weil wir eine der ersten Generationen sind die fühlen.
Die fühlend alles in Frage stellen.
Die einen Schmerz fühlen der über Generationen alt ist und sie, unsere Eltern, sich einfach so mal wieder aus dem Staub machen.
Ja es sind Menschen und ja es ist menschlich sich nicht bis ins kleineste Detail zu kennen und Fehler zu machen ABER sich ständig die Augen vor dem zuzuhalten was ihnen selbst passiert ist und sie von Opfern zu den eigenen Tätern an den Kindern werden, ist nicht akzeptabel.
Das ist nicht tolerierbar.
Und genau deshalb schreibe ich meine Texte und genau deshalb erfreue ich mich an jedem Menschen der Fragen stellt.
Der das System hinterfragt.
Der sagt Stop, das will ich so nicht mehr oder Isi wie meinst du das, dass ich mich gar nicht mehr fühle?
Dass ich irgendwann entschieden habe, meine eigene Seele zu opfern?
Warum sollte ich das tun?
Das glaube ich nicht!
Und dann kann ich dich zurück führen, zurück durch all den Schmerz den du erlitten hast bis du für dein Wohl entschieden hast, deine Seele zu begraben.
Ich war schon immer eine Kämpferin.
Eine kleine Ronja Räubertochter, bis ich sie verlor und nun wieder gefunden habe.
Ich gebe mich nicht zufrieden, wenn das was im Raum steht auf einer Lüge basiert, ich spüre das sofort und wenn ich mich selbst nicht zurück halten kann, kann ich alles auffliegen lassen.
Ich habe die unglaubliche Kraft in mir alles innerhalb von Sekunden zu zerstören was eben keine Liebe ist und genau vor dieser Kraft habe ich Angst.
Ich habe Angst vor diesem großen und göttlichen Wesen und dessen Macht welche in mir lebt.
Und welche auch in dir lebt, du aber noch keinen Zugang zu dieser unfassbar starken und lebendig Energie hast.