Es ist doch gar nicht so schlimm

„Es ist doch gar nicht so schlimm.“ sagen viele Menschen, die verlernt haben zu fühlen.
„Stell dich nicht so an.“
„So schlimm war das doch gar nicht.“
„Reiß dich zusammen.“
„Ernsthaft?“
„Also so stimmt das aber nicht.“
„Sag mal bist du immer so empfindlich?“

Was in uns lässt diese Sätze sagen?
Was passiert dabei in mir, dass ich die Verbindung zu einem anderen Menschen durchtrenne?
Kann ich den anderen überhaupt noch in mir fühlen und spüren oder gegen was kämpfe ich jetzt in diesem Moment?
Gegen den Menschen der vor mir steht oder gegen ein Gefühl, dessen ich mir nicht bewusst bin und das mich vollkommen überfordert?

Ich bin klein.
Fühle mich klein und werde immer wieder von meinen eigenen Gefühlen überrannt.
Ich weiß nicht was ich tun soll.
Ich weiß nicht was dann mit mir passiert.
Ich fühle mich nicht mehr.
Nur noch Schmerz und Ablehnung und Wut und Kraft.
Ich muss doch was tun.
Ich muss doch noch irgendwie handeln können.
Ich will diese Hilflosigkeit nicht fühlen.
Sie überfordert mich.
Sie macht mich ohnmächtig.
Ich habe keine Lösung.
Ich gehe zu dir.
Ich schreie dich an.
Du schaust in meine tränenüberströmten Augen und …..
siehst mich nicht.

Du siehst nicht, dass ich so dringend Hilfe brauche.
Du fühlst nicht wie es sich in mir anfühlt.
Du kannst mich nicht sehen Mama.
Mama wo bist du?
Mama ich brauche dich!
Mama ich brauche dich so sehr und ich finde dich nicht!
Mama was soll ich tun?
Mama lass mich nicht wieder alleine.
Bitte komme zu mir.
Bitte halte mich…….. aus.
Bitte nimm mich in den Arm auch wenn ich wüte und schreie.
Bitte gib mir das Gefühl genug zu sein.
Bitte gib mir das Gefühl, dass du mich halten kannst.

Mama ich brauche dich.
Ich brauche dich so so sehr, denn nur durch dich, dein Wohlwollen, dein Verständnis, deine Liebe kann ich mit der Zeit lernen was da alles in mir lebt.

Also ja fühlen tut weh und alleine zu fühlen ist schlimm.
So furchtbar schlimm.

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