Bindungsverletzungen und der Erhalt des eigenen Systems

Schauen wir der Tatsache ins Auge, dass wir unsere tiefen Bindungsverletzungen niemals alleine heilen können. Unser System will sich aufrecht erhalten. Also wechseln wir nur die Strategie aber kommen nicht an den Kern unseres Problems. Dafür sind wir blind. Gerade wird meine ganze Software aktualisiert und ich bin nur noch müde, erschöpft, am Anschlag meiner Kräfte weil es soooo unglaublich viel Kraft kostet nicht mehr das Verhalten zu zeigen welches ich von mir gewohnt bin. Mein Denken bzw. die Sichtweise auf die Dinge, sozusagen komplett zu verändern.

Meine Beine zittern, mein Nervensystem kommt in seine Dysbalance und mein Kopf schreit mich an „was der ganze Scheiß hier soll“. Ich bin aber hier auf der Welt um mich wieder zu finden und nicht um meine Wunden an die nächste Generation weiter zu geben worunter alle Menschen vor mir bereits gelitten haben. Je mehr ich mich in mir verkörpere umso besser wird mein Nervensystem und umso mehr lebe ich nach meinen Werten und kann jeglichen menschlichen Zustand annehmen als das was es ist. Ein Zustand, der vergeht, der vorüber zieht wie alles andere in meinem Leben auch.

Wenn wir uns nicht mit uns selbst auseinander setzen, reagieren wir immer nur auf. Also beziehen wir uns auf etwas, oder auf jemanden und dementsprechend löst diese Situation oder der Mensch ein Gefühl sowie ein Verhalten in uns aus. Wenn wir das Verhalten oder den Zustand eines anderen Menschen uns nicht erklären können, verlieren wir unsere eigene innere Sicherheit oder werden schlimmsten falls selbst getriggert. Dann reagieren wir mit Wut, sei es passiv oder aktiv mit Wut, Distanz schafft Distanz, Ohnmacht erzeugt Ohnmacht, Freude erzeugt Freude und sogweiter und sofort.ort kein eigenes Individuum das aus sich heraus lebt und agiert. Das sich seines eigenen Wesens, seiner Gefühle, Wunden und Verhaltensweisen bewusst ist sondern unser Schmerz übernimmt in Momenten in denen wir nicht ausgeglichen sind, wir uns unsicher, unwohl und verspannt fühlen, in unserem Selbst nicht anwesend sind, die Führung.

Dort steht also kein eigenes Individuum das aus sich heraus lebt und agiert. Das sich seines eigenen Wesens, seiner Gefühle, Wunden und Verhaltensweisen bewusst ist sondern unser Schmerz übernimmt in Momenten in denen wir nicht ausgeglichen sind, wir uns unsicher, unwohl und verspannt fühlen, in unserem Selbst nicht anwesend sind, die Führung.

Somit sehen wir nicht mehr uns selbst, mit unseren Themen, sondern es entstehen Vorwürfe. Vielleicht aktiv, vielleicht passiv. Wir geben unsere Verantwortung für uns an den anderen Menschen ab.

Daraus kann nie Frieden entstehen. Daraus kann nie Freude entstehen. Leichtigkeit. Daraus kann nie ein wir entstehen. Daraus entsteht Krieg. Zerstörung. Einsamkeit. Frust. Ein in sich Verlassen sein.

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