Kannst du es schon fühlen

„Geh weg schreist du mich an“

und ich bleibe.

„Geh weg“

und ich bleibe.

„Ich hasse dich.“

und ich bleibe.

„Mama, du tust mir weh. Es tut in mir weh.“

und ich bleibe.

Ich sehe dich.
Ich fühle dich.
Ich liebe dich.

Diese Verbindung ist so stark, dass du mich niemals verletzen kannst.
Mein Kind, du kannst überhaupt nichts tun um mir weh zu tun.

Gefühle sind da um einen Ausdruck zu finden und dann bin ich da und du vertraust darauf, dass unsere Bindung so tiefe Wurzeln hat, damit wir zusammen aushalten, was das Leben uns so vor die Füße wirft.

Ich habe verstanden, dass Gefühle sich nur zeigen möchten und ich eine Geschichte daraus mache und auf diese Geschichte reagiere. Niemals auf dich. Du bist mein geliebtes Kind und ich muss fühlen. Meine Geschichte fühlen. Ab dem Moment wo ich mit Härte oder Kälte auf dich reagiere, spricht mein Schmerz aus mir heraus und ich gebe dir das weiter, was meine Eltern an Schmerz in mich gepflanzt haben.


Du vertraust darauf, dass ich erwachsen bin.
Du vertraust darauf, dass ich weiß, wie ich mit mir und meinen Emotionen umzugehen habe.
Du liebst mich einfach.
Du liebst mich einfach so unbeschreiblich stark, dass du mir all das von dir zeigen willst.
Du denkst keine Sekunde daran, dass ich das nicht aushalten könnte.
Du weißt es einfach, weil es deine Aufgabe ist, mich wieder ins Fühlen zu bringen.

Mich nach Hause zu holen.
Mich zurück zu bringen zu mir.
An all die Orte an denen ich mich verlassen und im Stich gelassen habe.
Das tut weh.
Mein Körper wehrt sich dagegen, aber die Liebe zu dir ist so groß, dass ich immer weiter gehe.
Und je weiter ich gehe, umso mehr fühle ich.
Umso mehr kommt die Verbindung zu mir zurück.
Zu einer Frau die sich so gut anfühlt.
So ruhig.
So klar.
So ich.

Ich liebe diesen Weg.
Ich liebe das hinfallen und das wieder aufstehen.
Ich liebe es mir, meinen Kindern und all meinen Ahnen echten Frieden bringen zu können.

Verantwortung zu übernehmen tut gut. So unglaublich gut.

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