
Komm, komm mit mir…..
Ich nehme dich mit in meine Welt.
„Ich habe Nein gesagt. Ich habe gesagt, dass ich das nicht will.“ Tränen laufen über mein Gesicht. Mein Atem wird immer schneller. Mein Herz rast. Mein Hände ballen sich zu Fäusten. Ich brülle. Ich brülle dich an. Weil es weh tut. Weil alles in mir schmerzt. Weil ich etwas tun will. Ich will etwas tun. Ich kämpfe. Ich kämpfe gegen dich du blödes, mieses Gefühl. Ich halte dich nicht aus. Geh. Geh endlich weg und komme am besten nie mehr wieder zu mir.
Und dann bist da du.
Meine Mama. Meine Mama.
Und sitzt einfach nur da. Siehst wie ich kämpfe. Wie mein Körper gerade in sich zerbricht. Wie er verzweifelt irgendwie versucht eine Lösung zu finden, weil ich das was ich fühle nicht akzeptiere möchte. Weil ich dafür doch noch viel zu klein bin.
Diese innere Verzweiflung, dieser Schmerz, dieses toben, weinen und schreien.
Es muss raus. Es muss aus meinem Körper raus kommen damit ich mich wieder besser fühlen kann.
Und du sitzt da. Einfach nur da und schaust mir zu. Hast keine Angst vor all meinen Gefühlen. Meinem Körper. Meinem Schmerz.
Du kommst immer wieder auf mich zu.
Doch ich schlage deine Hand weg. Ich will sie nicht. Ich will keine Nähe. Ich will nicht noch mehr fühlen wie es sich in mir anfühlt.
Doch du du bleibst. Du bleibst einfach da. Bei mir. Du lässt mich nicht alleine in meiner Not, in meinem Schmerz, in meinem schwarzen Loch.
Du hältst mir deine Hand entgegen und sie ist da. Sie ist da bis ich sie fasse und mich daran aus dem Loch heraus ziehe um mich in deine Arme zu werfen und einfach nur zu weinen. Zu weinen und zu wissen du bist da. Du liebst mich. Du liebst mich bedingungslos weil wir uns fühlen.
Weil wir ganz tief miteinander verbunden sind.
Weil es zwar zwei Ichs gibt aber ein ganz festes Wir, das niemals zerbrochen werden kann. Ein gold schimmernder Faden der strahlt in einem magischen Licht. Selbst wenn alles dunkel wird er strahlt und zeigt mir den Weg zu deinem Herzen. Zu deiner Seele. Zu unserer Liebe. Er erlischt nie. Niemals.
Also ja es ist nur ein Kind.
Aber es fühlt.
Sein Körper fühlt.
Seine Seele spricht.
Doch sind wir erwachsenen noch fähig diese Sprache zu hören?
Ihr zu lauschen?
Sie zu verstehen?
Zu entschlüsseln?
Sie sind eben nicht nur Kinder. Sie sind Menschen. Wunderschöne fühlende Menschen.
Es gibt also nichts zu tun sondern nur Gefühle, die gesehen und gehalten werden wollen.