Das Leid, es ist das Leid aus dem all das Schöne entstehen kann.

Warum beschäftige ich mich mit Bewusstsein? Mit dem wie ein Mensch tickt? Wie er sich entwickelt? Wie Gefühle und Gedanken entstehen? Hinterfrage mich, mein Denken, mein Fühlen und mein Verhalten immer wieder aufs Neue? Warum begegne ich all dem Schmerz der in mir lebt?

Weil es mir Freude macht mir selbst Schmerzen zuzufügen? Weil es mir so gut ging, um mich dem Thema einfach mal zu widmen?

Wenn ich mich an die Isi erinnere die ich vor den Kindern war überkommt mich eine unendliche Traurigkeit, Starre, Enge, Lieblosigkeit zu mir selbst. Es ist das Gefühl der Minderwertigkeit , das in mir aufsteigt. Das Gefühl nicht genügen zu können, es nicht verdient zu haben geliebt zu werden. Glücklich sein zu dürfen. Das Gefühl, tief in mir ein schlechter Mensch zu sein, der das Leben eigentlich nicht verdient hat.

Dazu kamen meine psychischen Erkrankungen. All der Stress, all die Verletzungen die ich damals nicht zuordnen konnte und sie auf mich und meine Person zuschrieb und die mich letztlich krank gemacht haben. Der Glaubenssatz, „Ich hätte dieses Leben verdient. Dieses Unglück. Diese anscheinenden Demütigungen.“ Es waren mit die psychischen Erkrankungen, die die Kontrolle über mein Denken und meinen Körper übernahmen. Sie zeigten mir, dass ich absolut nichts mehr unter Kontrolle hatte. Alles entglitt mir, wie Sand aus den Fingern.

Je mehr ich wollte. Je mehr ich mein Glück herbei zerren wollte und dennoch in mir und meinem Handeln, meinem Denken gefangen war, geriet ich weiter in das Loch der Einsamkeit und Unverbundenheit.

Denn wie soll sich etwas in mir ändern wenn ich immer noch meine alten Glaubenssätze habe. Mein inneres Kind das ich immer wieder ablehne. Meine Minderwertigkeitsgefühle die ich mit Kompensationsstrategien oder Überlebensmechanismen kompensieren und von mir fern halten musste.

Ich misstraute mir und all den anderen Menschen. Dem Leben das mir so richtig in den Hintern trat. Das mir noch mehr und mehr Leid in meinen Rucksack packte bis ich irgendwann verstand, dass weder der Job, noch mein Mann, noch meine Kinder, noch ein Haus, noch materielle Dinge mich über einen längeren Zeitraum glücklich machen können. Das alles ist mal „nett“ und hinterlässt ein schönes Gefühl, bis es doch nicht mehr so neu ist und ich mich daran gewöhnt habe und plötzlich kommen alle alten Gefühle, die ich dachte endlich los zu sein wieder hoch. Sie kamen alle wieder in meinen Kopf und jedes weglaufen vor mir selbst brachte absolut nichts als noch mehr Leid.

Also stellte ich mich hin und suchte nach Lösungen. Ich schwor mir so nicht mehr leben zu wollen, entweder zu sterben oder mich voll und ganz dem Leben hin zu geben. Ich suchte nach Lösungen, ich suchte schon immer nach Lösungen ( im Bezug auf Bücher und Ratgeber die ich alle verschlang) aber konnte es nie auf mein Leben übertragen. Ich konnte es nicht integrieren und dadurch nicht fühlen.

Was ich sagen möchte. Aufgrund meiner Geschichte, sehe ich den Schmerz in jedem Einzelnen Menschen. Ich kann ihn durch meine Hochsensibilität fühlen. Aber es ist das eigene Leid, jedes Menschen, das noch nicht groß genug ist um sich sich selbst zu widmen und deshalb schaue ich ihm weiter beim Schaufeln zu, beim Schaufeln und Anhäufen von noch mehr Leid. Das sind die Grenzen die jeder wahren muss. Weil wegschauen sich manchmal bequemer anfühlt, die leichtere Lösung sei als hinzusehen und dann etwas ändern zu müssen.

Also ja Transformation ist ein Weg um mit dir selbst in Frieden kommen zu können. Vielleicht gibt es aber auch andere Wege von denen ich bisher noch nichts gehört habe. Aber eins kann ich dir „leider“ versprechen.

Wenn du tief in dir nicht den Frieden und die Liebe fühlst, wird es auf Dauer, nicht besser werden. Du kannst weiter laufen, du kannst anderen Menschen die Schuld geben, du kannst ihnen dein Glück in ihre Hände geben, du kannst kompensieren oder dich mit materiellen Dingen oder Alkohol zuschütten. Das Loch in dir wird bleiben und irgendwann ist dein Leben vorbei und irgendwann wirst du sterben und dann ist es zu spät um etwas ändern zu wollen.

Vielleicht wäre es an der Zeit für dich und dein Leben die Verantwortung zu übernehmen. Dich mit dir selbst auseinander zu setzen.

Ich lade dich von Herzen dazu ein.

Ein Kommentar zu “Das Leid, es ist das Leid aus dem all das Schöne entstehen kann.

  1. Ich bin alt
    und habe
    weder die Liebe
    noch den Frieden gefunden

    ich lebe mein Leben
    so wie es mir ist

    ich wurde nicht gefragt
    ob ich mein Leben will
    oder nicht

    rechtfertigen
    muss ich mein tun
    nur vor mir selbst

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